Mittwoch, September 13, 2006

Propaganda - Fuckups

Wenn es eine Front im globalen Kampf gegen den Terror gibt, an der der Westen bisher phänomenal versagt hat, dann ist das wohl die Propagandafront. Islamische Hasstiraden und Propagandavideos beherrschen die arabische Presse während die westlichen Medien in nicht unerheblicher Menge den USA und Israel kritischer gegenüber stehen - und den muslimischen Extremisten apologetischer - als den Feinden der westlichen Lebensweise. Quanagate und die einseitige Libanonkrieg-Berichterstattung auch der öffentlich-rechtlichen Medien sind dafür nur weitere Indizienbeweise.

Das Gerichtsverfahren gegen Zacharias Moussaoui war ein weiteres "Glanzlicht" in dieser Hinsicht. Aber ich lasse den "War Nerd" da mal für mich sprechen.

In the one photo they released pre-trial, Moussaoui looks like an Islamic puppy, mooning up at the camera through a fisheye lens like he's begging for a Soy-based artificial bacon strip. He looked exactly like a 19th hijacker, if not a 20th or lower. I figured he'd look even more pathetic when he came to trial last month.
I mean, if they haven't been working him over, 24/7, in custody all these months then God damn it, why not? Where have my tax dollars been going if not to buy lengths of hose to be applied to the feet and kidneys of this bastard? I was looking forward to seeing him creep into that courtroom like a man who got a crash course in Anatomy 101 by having all 206 bones in his body broken by experts.


Das Moussaoui so vor Gericht erscheinen konnte, spricht für das Gerechtigkeitsempfinden der Amerikaner, und leider gegen ihr Verständnis des Krieges, in dem wir alle uns befinden.

Instead, Moussaoui blew into court looking like Bluto from Popeye: this big, burly, hairy, shouting blowhard full of Koranic piss'n'vinegar. It was shameful to watch the way he talked back to the useless prosecution team. It ruined the whole point of the trial. Look, this trial isn't exactly a whodunit. Moussaoui boasts non-stop that he was in on the plot, so that's settled. The point is to make him look weak and terrified and get him to renounce his Al Quaeda ties in public, preferably while crying like a little bitch.

Bei diesem Verfahren ging es nie um "Gerechtigkeit". Z-Mans Schuld stand nie zur Debatte. Hier ging es nur darum, der islamischen Welt Stärke zu beweisen, und ein mahnendes Beispiel für die zu setzen, die den Westen zerstören wollen. Ich glaube zwar nicht, dass die Amerikaner das verstanden hatten, aber falls ja - dann war das ein ziemlich gravierender Reinfall.

Instead - and it shames me to say this - it was our guys who cried. I can't believe it! There was a serving US Army officer on the stand, CRYING while he talked about people being (sob!) killed, yes, KILLED when Moussaoui's pals from the "How to Fly a Commercial Airliner without Landing" aviation school slammed that commuter jet into the Pentagon. This dude was soaking his hanky while Moussaoui looked on and sneered.

Now don't start telling me about how manly it is to cry. In the first place, no it isn't. In the second place, even if you think so, they sure don't think that way in Waziristan and Yemen and Java. In those places, a US Army officer weeping while he talks about casualties means one thing: w-e-a-k.

Das ist das Problem bei der ganzen Sache. Wenn man solche Verfahren durchzieht, müssen sich alle Beteiligten klar darüber sein, dass es hierbei in erster Linie um Propaganda geht, und in letzter Konsequenz ums Gewinnen. Ein Verfahren, dass in die ganze Welt ausgetstrahlt wird, und dementsprechend natürlich auch für alle Feinde einfach zugänglich ist, kann keinen heulenden US-Offizier zeigen. Eine IED in Irak tötet vielleicht 5 Marines. Ein solches Zeichen von Schwäche bringt Hunderte andere in Gefahr. Keiner hat Angst vor einem Feind, der weint!

War is PR. And the Moussaoui trial is a classic case of bad PR, so bad the idiots who staged it should, in my not-all-that-humble opinion, be stood up against a wall and shot, just a few times, to show them the error of their ways. It would give them to know that we are serious, at least. Their job was simple: break Moussaoui. Make him cry on the stand. Make him wave a cross, maybe, talk about how he'd found Jesus. It's not hard. Just put him in a cell with a 300-pound AB or MM or BGF member and give the gorilla a carton of Marlboros to do whatever he has to to break the little bastard. But nooooooo! Thanks to the tie-wearing DC incompetents who must've been playing dominoes with him instead, Moussaoui didn't break, didn't beg forgiveness, didn't look weak at all. He looked, I hate to admit it, pretty strong.

They asked him whether he regretted hurting us, he answered like he was explaining to a bunch of idiots that "the whole POINT was to hurt you." It kind of scares me that the people running his trial didn't expect that answer. It's like nobody will admit there are people out there who don't like us. Why is that so hard to get?

Es sagt leider einiges über den US-Justizapparat aus, wenn man solche Hohlbratzen einen solchen hochkarätigen Fall bearbeiten lässt. Wie kann jemand, der seine Sinne zusammen hat, denn eine solche Frage stellen!?! Lasst das nächste Mal jemanden vom FSB die Arbeit machen, Herrgott!

The low point came when some fool in a suit asked him, "Why do you hate America?" Now why would you ask a card-carrying Islamist crazy man that question in open court? What was the point, purposely giving him the ultimate pulpit on world TV? Well, that's what happened anyway. Moussaoui started by sighingsighing!and saying, "Well, my answer will be long."
Of COURSE it's gonna be long! He's been waiting his whole life to give this speech! What idiot of a prosecutor would give him the chance? People like him spend their worthless stinking lives dreaming of a moment like that, standing up there and givin' it to the Man live on Al Jazeera. And we let him do it, the whole court sitting through an hour while he ticked off all the usual grudges, from Jerusalem to Kabul.


Do the morons in charge have any idea how proud that must've made millions, and I do mean millions, of young suicide-bomber types sitting in front of cheap Chinese TVs in Gaza, Karachi, Ramadi, Sana'a and for that matter Ann Arbor?

Die Frage stellt sich leider ernsthaft. Ich fürchte, es werden noch ein paar Zehntausend Tote ins Land gehen, bevor viele im Westen realisieren, in welcher Art von Krieg man sich tatsächlich befindet...

Dienstag, September 12, 2006

Der Affe heißt Bruch

Wer kennt nicht den lustigen, alten Vergleich von den drei Affen, von denen einer nichts sieht, der andere nichts sieht und der dritte nichts sagt? Nun, nachdem ich über das folgende Interview des rheinland-pfälzischen Innenministers mit der Rhein-Zeitung gestolpert bin, ist zumindest mal klar, wer in Rheinland-Pfalz der Affe ist: sein Name ist Karl Peter Bruch.
Hier die Highlights des Interviews. Und eines nur vorneweg: die Fragen sind oft genauso dämlich wie die Antworten...

RZ, 07/09/2006, Printausgabe, S.3

Wie schätzen Sie die aktuelle Gefährdungslage ein?
Deutschland steht in der Feindbildhierarchie islamistischer Terroristen nicht an oberster Stelle. Aber auch bei uns sind Gefährdungsaspekte nicht zu unterschätzen: Deutschland beteiligt sich aktiv am Kampf gegen den internationalen Terrorismus, ist mit der Bundeswehr in Afghanistan präsent, bildet irakische Polizeibeamte und Offiziere aus und nimmt eine Iran-kritische Haltung im Atomstreit ein. Auch für ein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen oder die Veröffentlichung von Muhammad-Karikaturen können Auslöser für Hetzkampagnen und Anschläge sein. Die versuchten Bombenanschläge auf die Regionalzüge in Dortmund und Koblenz machen uns dies deutlich und auch bewusst, dass Deutschland Teil des weltweiten Gefahrenraums ist.

Deutschland steht in der Feinbildhierarchie nicht an oberster Stelle – aber eben doch an einer hohen Stelle. Bisher waren wir Planungs- und Rückzugsraum für Terroristen, was nicht gerade ein Ruhmesblatt ist. Und was ist mit Djerba? Was ist mit dem Team um Mohammed Atta? Kam das etwa nicht aus Hamburg, in Deutschland? Oder der Anschlag aufs Olympische Dorf '72? Die Entführung der Landshut? Deutschland ist seit 40 Jahren im Fadenkreuz. Manche verdrängen das aber gerne. Und manche davon sind SPD-Innenminister...

Die versuchten Anschläge auf die Regionalzüge haben die Debatte wieder angeheizt. Aber zeigt sich nicht, dass es kein Raster für islamistische Terroristen gibt?
Die Täter passen nicht in das Raster von London, Madrid oder Tunesien. Das macht uns ja auch so betroffen, und auch so hilflos. Es gibt kein klares Täterprofil. Die verhafteten Täter, die die Bomben in den Zügen abgestellt haben, wären auch nicht in der Anti-Terrordatei aufgetaucht. Beim Ruf nach einer Rasterfahndung kann ich nur fragen: Welches Raster nehmen wir denn? Statt Raster ist kriminalistische Kleinarbeit gefordert.

Ähm, junge, muslimische Männer zwischen 18 und 35 mit guter Bildung und Mittelklassehintergrund (sowie familiären Verbindungen in Ländern, in denen die Möglichkeit zur Radikalisierung besteht)? Das trifft eigentlich auf alle muslimischen Terroristen der letzten 10 Jahre zu. So schwer ist es nun nicht, ein Raster zu finden, Herr Bruch. Das geht in 5 Minuten.

Wie hat Rheinland-Pfalz auf die abstrakte, aber doch ernst zunehmende Bedrohung seit 2001 reagiert?
Wir haben den Verfassungsschutz um 27 Mitarbeiter verstärkt, darunter um einen Islamwissenschaftler, einen Arabisch-Muttersprachler und einen Türkisch-Muttersprachler. Ein eigenständiges Referat beobachtet die islamistische Szene - auch im Internet. Auch das LKA hat einen Islamwissenschaftler eingestellt. ... Dabei stellen wir inzwischen eine Entradikalisierung der Moscheen fest.

Was Herr Bruch in seinem Interview verschwiegen hat, wirft nämlich ein ganz anderes Bild auf die Lage. Sein „eigenständiges Referat für die islamistische Szene“ wurde erst 2004, nach den Anschlägen von Madrid und 3 Jahre nach dem 11. September aufgestellt. Um mehr als 700 islamistische Extremisten zu beobachten stehen EIN Islamwissenschaftler, EIN Arabisch-Muttersprachler und ein Türkisch-Muttersprachler zur Verfügung, der allerdings lediglich als Sachbearbeiter in der Nachrichtenbeschaffung tätig ist. Und hier handelt es sich wohlgemerkt nur um die organisierten Islamisten.

Ach ja, wie wurde denn der Islamwissenschaftler ausgewählt? Ist gewährleistet, dass er kritisch genug der Gefahrenlage ggü. steht? Oder hat man sich einen Appeaser ins Nest gesetzt? Immerhin ist die Zunft ja nun nicht für ihren Überschuss an Robert Spencers und H.P. Raddatzs bekannt!
Und übrigens, warum wurde der gute Mann erst nach dem 11. September eingestellt? Sind die 700 radikalen Moslems erst nach diesem Tag von jetzt auf gleich aufgetaucht, oder was? Wie genau kann man sich das vorstellen, so vor 9/11? Wer hat sich da fachlich mit dem Islam befasst? Der Hausmeister?

Ach, und der liebe Arabisch-Muttersprachler? Wo kommt der her? Welche Religionszugehörigkeit hat er? Und, Herr Minister, warum wurde er erst dieses Frühjahr eingestellt??? (Drucksache des Landesparlaments 14/4893)

Und der letzte Satz ist auch lustig. Denn von den rund 100 Moscheen und Gebetsstätten im Land weisen etwa 25 "Bezüge zum Islamismus auf". Und das sind die, die die Verfassungsschutzbehörden oberflächlich überprüft haben. Beruhigend...

...Sie haben zu Jahresbeginn eine Hotline geschaltet. Hat sie sich bewährt?
Unter 06131/163567 können sich die Bürger melden, die in ihrem persönlichen Umfeld Anzeichen einer zunehmende Radikalisierung feststellen, sie aber nicht einschätzen können. Es gibt viele Hinweise, aber bisher nur wenig verwertbare.

Die nach typisch deutscher Beamtenmanier entweder vom AB beantwortet wird, oder aber an Wochentagen zwischen 9.00-15.00 Uhr von der Putzfrau... . Ach ja, die Mitglieder unserer Parallelgesellschaftem müssen sich ja förmlich darum reißen, da mal anzurufen. Ne Hotlinen gegen Islamisten! Ich würd' lachen, wenn's nicht so traurig wär'.

Beim Landesamt für Verfassungsschutz arbeiten 162 Mitarbeiter (Drucksache des Landesparlaments 14/4507). Gelinde gesagt kommen mir da leichte Zweifel, ob es mit einer solch dünnen fachlichen Personaldecke möglich ist, überhaupt etwas zu erreichen. Alleine die komplizierte personelle und finanzielle Vernetzung der verschiedenen islamistischen Organisationen untereinander aufzudecken dürfte da schon schwierig sein, von einer wirklichen Gefahrenabwehr kann man wohl nur träumen. Affe, dein Name ist Bruch!

Montag, September 11, 2006

Terror in the Sky

Der folgende Artikel ist bereits 2 Jahre alt, und wurde mir von einem bekannten, der bei einer größeren amerikanischen Fluggesellschaft arbeitet, zugesandt. Es ist nur ein Bericht von vielen, welche sich auf den Internetforen der Mitarbeiter von amerik. Fluglinien in alarmierender Regelmäßigkeit wiederholen, und welche bisher fast immer von den "objektiven" und "kritischen" MSM verschwiegen worden sind.

Heute ist der fünfte Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001. Wenig ist von der Solidarität geblieben, die damals den Amerikanern zugesprochen wurde. Dieser Artikel, aber auch die Ereignisse der letzten Wochen sollten uns eine Lehre sein, dass die Bedrohung nicht vorüber ist, und dass sie der Heimat inzwischen ein gutes Stück näher gekommen ist.

Aus dem Women's Wallstreet Journal, 2004

Terror in the Skies, Again?
By Annie Jacobsen
A WWS Exclusive ArticleNote from the E-ditors: You are about to read an account of what happened during a domestic flight that one of our writers, Annie Jacobsen, took from Detroit to Los Angeles. The WWS Editorial Team debated long and hard about how to handle this information and ultimately we decided it was something that should be shared. What does it have to do with finances? Nothing, and everything. Here is Annie's story.

On June 29, 2004, at 12:28 p.m., I flew on Northwest Airlines flight #327 from Detroit to Los Angeles with my husband and our young son. Also on our flight were 14 Middle Eastern men between the ages of approximately 20 and 50 years old. What I experienced during that flight has caused me to question whether the United States of America can realistically uphold the civil liberties of every individual, even non-citizens, and protect its citizens from terrorist threats.
On that Tuesday, our journey began uneventfully. Starting out that morning in Providence, Rhode Island, we went through security screening, flew to Detroit, and passed the time waiting for our connecting flight to Los Angeles by shopping at the airport stores and eating lunch at an airport diner.

With no second security check required in Detroit we headed to our gate and waited for the pre-boarding announcement. Standing near us, also waiting to pre-board, was a group of six Middle Eastern men. They were carrying blue passports with Arabic writing. Two men wore tracksuits with Arabic writing across the back. Two carried musical instrument cases - thin, flat, 18" long. One wore a yellow T-shirt and held a McDonald's bag. And the sixth man had a bad leg -- he wore an orthopedic shoe and limped. When the pre-boarding announcement was made, we handed our tickets to the Northwest Airlines agent, and walked down the jetway with the group of men directly behind us. My four-year-old son was determined to wheel his carry-on bag himself, so I turned to the men behind me and said, "You go ahead, this could be awhile."
"No, you go ahead," one of the men replied. He smiled pleasantly and extended his arm for me to pass. He was young, maybe late 20's and had a goatee. I thanked him and we boarded the plane. Once on the plane, we took our seats in coach (seats 17A, 17B and 17C). The man with the yellow shirt and the McDonald's bag sat across the aisle from us (in seat 17E). The pleasant man with the goatee sat a few rows back and across the aisle from us (in seat 21E). The rest of the men were seated throughout the plane, and several made their way to the back. As we sat waiting for the plane to finish boarding, we noticed another large group of Middle Eastern men boarding. The first man wore a dark suit and sunglasses. He sat in first class in seat 1A, the seat second-closest to the cockpit door. The other seven men walked into the coach cabin.

As "aware" Americans, my husband and I exchanged glances, and then continued to get comfortable. I noticed some of the other passengers paying attention to the situation as well. As boarding continued, we watched as, one by one, most of the Middle Eastern men made eye contact with each other. They continued to look at each other and nod, as if they were all in agreement about something. I could tell that my husband was beginning to feel "anxious." The take-off was uneventful. But once we were in the air and the seatbelt sign was turned off, the unusual activity began.

The man in the yellow T-shirt got out of his seat and went to the lavatory at the front of coach -- taking his full McDonald's bag with him. When he came out of the lavatory he still had the McDonald's bag, but it was now almost empty. He walked down the aisle to the back of the plane, still holding the bag. When he passed two of the men sitting mid-cabin, he gave a thumbs-up sign. When he returned to his seat, he no longer had the McDonald's bag. Then another man from the group stood up and took something from his carry-on in the overhead bin. It was about a foot long and was rolled in cloth. He headed toward the back of the cabin with the object. Five minutes later, several more of the Middle Eastern men began using the forward lavatory consecutively. In the back, several of the men stood up and used the back lavatory consecutively as well. For the next hour, the men congregated in groups of two and three at the back of the plane for varying periods of time. Meanwhile, in the first class cabin, just a foot or so from the cockpit door, the man with the dark suit - still wearing sunglasses - was also standing.

Not one of the flight crew members suggested that any of these men take their seats. Watching all of this, my husband was now beyond "anxious." I decided to try to reassure my husband (and maybe myself) by walking to the back bathroom. I knew the goateed-man I had exchanged friendly words with as we boarded the plane was seated only a few rows back, so I thought I would say hello to the man to get some reassurance that everything was fine. As I stood up and turned around, I glanced in his direction and we made eye contact. I threw out my friendliest "remember-me-we-had-a-nice-exchange-just-a-short-time-ago" smile. The man did not smile back. His face did not move. In fact, the cold, defiant look he gave me sent shivers down my spine. When I returned to my seat I was unable to assure my husband that all was well. My husband immediately walked to the first class section to talk with the flight attendant.

"I might be overreacting, but I've been watching some really suspicious things..." Before he could finish his statement, the flight attendant pulled him into the galley. In a quiet voice she explained that they were all concerned about what was going on. The captain was aware. The flight attendants were passing notes to each other. She said that there were people on board "higher up than you and me watching the men." My husband returned to his seat and relayed this information to me. He was feeling slightly better. I was feeling much worse. We were now two hours into a four-and-a-half hour flight. Approximately 10 minutes later, that same flight attendant came by with the drinks cart. She leaned over and quietly told my husband there were federal air marshals sitting all around us. She asked him not to tell anyone and explained that she could be in trouble for giving out that information. She then continued serving drinks.

About 20 minutes later the same flight attendant returned. Leaning over and whispering, she asked my husband to write a description of the yellow-shirted man sitting across from us. She explained it would look too suspicious if she wrote the information. She asked my husband to slip the note to her when he was done. After seeing 14 Middle Eastern men board separately (six together, eight individually) and then act as a group, watching their unusual glances, observing their bizarre bathroom activities, watching them congregate in small groups, knowing that the flight attendants and the pilots were seriously concerned, and now knowing that federal air marshals were on board, I was officially terrified.

Before I'm labeled a racial profiler or -- worse yet -- a racist, let me add this. A month ago I traveled to India to research a magazine article I was writing. My husband and I flew on a jumbo jet carrying more than 300 Hindu and Muslim men and women on board. We traveled throughout the country and stayed in a Muslim village 10 miles outside Pakistan. I never once felt fearful. I never once felt unsafe. I never once had the feeling that anyone wanted to hurt me. This time was different. Finally, the captain announced that the plane was cleared for landing. It had been four hours since we left Detroit. The fasten seat belt light came on and I could see downtown Los Angeles. The flight attendants made one final sweep of the cabin and strapped themselves in for landing. I began to relax. Home was in sight.

Suddenly, seven of the men stood up -- in unison -- and walked to the front and back lavatories. One by one, they went into the two lavatories, each spending about four minutes inside. Right in front of us, two men stood up against the emergency exit door, waiting for the lavatory to become available. The men spoke in Arabic among themselves and to the man in the yellow shirt sitting nearby. One of the men took his camera into the lavatory. Another took his cell phone. Again, no one approached the men. Not one of the flight attendants asked them to sit down. I watched as the man in the yellow shirt, still in his seat, reached inside his shirt and pulled out a small red book. He read a few pages, then put the book back inside his shirt. He pulled the book out again, read a page or two more, and put it back. He continued to do this several more times. I looked around to see if any other passengers were watching.
I immediately spotted a distraught couple seated two rows back. The woman was crying into the man's shoulder. He was holding her hand. I heard him say to her, "You've got to calm down." Behind them sat the once pleasant-smiling, goatee-wearing man. I grabbed my son, I held my husband's hand and, despite the fact that I am not a particularly religious person, I prayed. The last man came out of the bathroom, and as he passed the man in the yellow shirt he ran his forefinger across his neck and mouthed the word "No." The plane landed.

My husband and I gathered our bags and quickly, very quickly, walked up the jetway. As we exited the jetway and entered the airport, we saw many, many men in dark suits. A few yards further out into the terminal, LAPD agents ran past us, heading for the gate. I have since learned that the representatives of the Federal Bureau of Investigation (FBI), the Los Angeles Police Department (LAPD), the Federal Air Marshals (FAM), and the Transportation Security Association (TSA) met our plane as it landed. Several men -- who I presume were the federal air marshals on board -- hurried off the plane and directed the 14 men over to the side. Knowing what we knew, and seeing what we'd seen, my husband and I decided to talk to the authorities. For several hours my husband and I were interrogated by the FBI. We gave sworn statement after sworn statement. We wrote down every detail of our account. The interrogators seemed especially interested in the McDonald's bag, so we repeated in detail what we knew about the McDonald's bag. A law enforcement official stood near us, holding 14 Syrian passports in his hand. We answered more questions. And finally we went home.

The next day, I began searching online for news about the incident. There was nothing. I asked a friend who is a local news correspondent if there were any arrests at LAX that day. There weren't. I called Northwest Airlines' customer service. They said write a letter. I wrote a letter, then followed up with a call to their public relations department. They said they were aware of the situation (sorry that happened!) but legally they have 30 days to reply. I shared my story with a few colleagues. One mentioned she'd been on a flight with a group of foreign men who were acting strangely -- they turned out to be diamond traders. Another had heard a story on National Public Radio (NPR) shortly after 9/11 about a group of Arab musicians who were having a hard time traveling on airplanes throughout the U.S. and couldn't get seats together. I took note of these two stories and continued my research.

Here are excerpts from an article written by Jason Burke, Chief Reporter, and published in The Observer (a British newspaper based in London) on February 8, 2004: Terrorist bid to build bombs in mid-flight:
Intelligence reveals dry runs of new threat to blow up airliners
"Islamic militants have conducted dry runs of a devastating new style of bombing on aircraft flying to Europe, intelligence sources believe.The tactics, which aim to evade aviation security systems by placing only components of explosive devices on passenger jets, allowing militants to assemble them in the air, have been tried out on planes flying between the Middle East, North Africa and Western Europe, security sources say....The... Transportation Security Administration issued an urgent memo detailing new threats to aviation and warning that terrorists in teams of five might be planning suicide missions to hijack commercial airliners, possibly using common items...such as cameras, modified as weapons. ...Components of IEDs [improvised explosive devices] can be smuggled on to an aircraft, concealed in either clothing or personal carry-on items... and assembled on board. In many cases of suspicious passenger activity, incidents have taken place in the aircraft's forward lavatory."

So here's my question: Since the FBI issued a warning to the airline industry to be wary of groups of five men on a plane who might be trying to build bombs in the bathroom, shouldn't a group of 14 Middle Eastern men be screened before boarding a flight? Apparently not.
Due to our rules against discrimination, it can't be done. During the 9/11 hearings last April, 9/11 Commissioner John Lehman stated that "...it was the policy (before 9/11) and I believe remains the policy today to fine airlines if they have more than two young Arab males in secondary questioning because that's discriminatory."

So even if Northwest Airlines searched two of the men on board my Northwest flight, they couldn't search the other 12 because they would have already filled a government-imposed quota. I continued my research by reading an article entitled Arab Hijackers Now Eligible For Pre-Boarding from Ann Coulter (www.anncoulter.com):
"On September 21, as the remains of thousands of Americans lay smoldering at Ground Zero, [Secretary of Transportation Norman] Mineta fired off a letter to all U.S. airlines forbidding them from implementing the one security measure that could have prevented 9/11: subjecting Middle Eastern passengers to an added degree of pre-flight scrutiny. He sternly reminded the airlines that it was illegal to discriminate against passengers based on their race, color, national or ethnic origin or religion."

Coulter also writes that a few months later, at Mr. Mineta's behest, the Department of Transportation (DOT) filed complaints against United Airlines and American Airlines (who, combined, had lost 8 pilots, 25 flight attendants and 213 passengers on 9/11 - not counting the 19 Arab hijackers). In November 2003, United Airlines settled their case with the DOT for $1.5 million. In March 2004, American Airlines settled their case with the DOT for $1.5 million. The DOT also charged Continental Airlines with discriminating against passengers who appeared to be Arab, Middle Eastern or Muslim. Continental Airlines settled their complaint with the DOT in April of 2004 for $.5 million. From what I witnessed, Northwest Airlines doesn't have to worry about Norman Mineta filing a complaint against them for discriminatory, secondary screening of Arab men. No one checked the passports of the Syrian men. No one inspected the contents of the two instrument cases or the McDonald's bag. And no one checked the limping man's orthopedic shoe. In fact, according to the TSA regulations, passengers wearing an orthopedic shoe won't be asked to take it off. As their site states, "Advise the screener if you're wearing orthopedic shoes...screeners should not be asking you to remove your orthopedic shoes at any time during the screening process. " (Click here to read the TSA website policy on orthopedic shoes and other medical devices.) I placed a call to the TSA and talked to Joe Dove, a Customer Service Supervisor. I told him how we'd eaten with metal utensils moments in an airport diner before boarding the flight and how no one checked our luggage or the instrument cases being carried by the Middle Eastern men. Dove's response was, "Restaurants in secured areas -- that's an ongoing problem. We get that complaint often. TSA gets that complaint all the time and they haven't worked that out with the FAA. They're aware of it. You've got a good question. There may not be a reasonable answer at this time, I'm not going to BS you."

At the Detroit airport no one checked our IDs. No one checked the folds in my newspaper or the contents of my son's backpack. No one asked us what we'd done during our layover, if we bought anything, or if anyone gave us anything while we were in the airport. We were asked all of these questions (and many others ) three weeks earlier when we'd traveled in Europe -- where passengers with airport layovers are rigorously questioned and screened before boarding any and every flight. In Detroit no one checked who we were or what we carried on board a 757 jetliner bound for America's largest metropolis.

Two days after my experience on Northwest Airlines flight #327 came this notice from SBS TV, The World News, July 1, 2004: "The U.S. Transportation and Security Administration has issued a new directive which demands pilots make a pre-flight announcement banning passengers from congregating in aisles and outside the plane's toilets. The directive also orders flight attendants to check the toilets every two hours for suspicious packages." Through a series of events, The Washington Post heard about my story. I talked briefly about my experience with a representative from the newspaper. Within a few hours I received a call from Dave Adams, the Federal Air Marshal Services (FAM) Head of Public Affairs. Adams told me what he knew: There were 14 Syrians on NWA flight #327. They were questioned at length by FAM, the FBI and the TSA upon landing in Los Angeles. The 14 Syrians had been hired as musicians to play at a casino in the desert. Adams said they were "scrubbed." None had arrest records (in America, I presume), none showed up on the FBI's "no fly" list or the FBI's Most Wanted Terrorists List. The men checked out and they were let go. According to Adams, the 14 men traveled on Northwest Airlines flight #327 using one-way tickets. Two days later they were scheduled to fly back on jetBlue from Long Beach, California to New York -- also using one-way tickets. I asked Adams why, based on the FBI's credible information that terrorists may try to assemble bombs on planes, the air marshals or the flight attendants didn't do anything about the bizarre behavior and frequent trips to the lavatory.

"Our FAM agents have to have an event to arrest somebody. Our agents aren't going to deploy until there is an actual event," Adams explained. He said he could not speak for the policies of Northwest Airlines. So the question is... Do I think these men were musicians? I'll let you decide. But I wonder, if 19 terrorists can learn to fly airplanes into buildings, couldn't 14 terrorists learn to play instruments?

Letzten Endes stellte es sich heraus, dass es sich tatsächlich um Musiker handelte - aber bei 9/11 handelte es sich auch um Studenten, und nicht um Profipiloten. Sowohl die Tatsache solcher "Dry-Runs" als auch das mangelndes screening und nicht vorhandene profiling, sowohl in den USA als auch hier, sind ein Freifahrtschein für ein zweites 9/11. Die Frage ist nicht ob es kommt, sondern nur wann.

Montag, Juli 24, 2006

Geballte Realitätsverweigerung

Die besten Kommentare zum gestrigen "Sabine Christiansen" Debakel:

  • Der gestrige Abend hat es wieder allen Interessierten gezeigt: Jeder blamiert sich selbst so gut er kann! Während es nur noch eine Frage der Zeit ist, ehe Israeles Feinde sich unkonventioneller Waffen bedienen, sitzen deutsche Intellektuelle in ihrem gut aklimatisierten Studio und geben blasenweise realitätsfernen Unsinn von sich, garniert mit den immer gleichen verlogene Plattitüden eines "Vorzeige-Palästinensers" wie Mohammed Nazzalder. Was mögen sich Shimon Peres, Manfred Lahnstein sowie Josef Tommy Lapid angesichts solch verkopfter Borniertheit nur gedacht haben? "Deutschsein" ist nach dem fröhlischen Wiedererlernen während der WM ein Stück peinlicher geworden; Dank solcher netten Tanten und Onkels wie Ulrich Kienzle und Heidemarie Wieczorek-Zeul. Bravo! (Thomas Winter auf Politically Incorrect)
  • ... Die Persönlichkeiten konnten nicht unterschiedlicher rüberkommen. Das begann mit den Betroffenen. Die Studentin aus Haifa, sichtlich gezeichnet von den Schrecken des Krieges, fassungslos über den Hass der Araber und ihrer Versteher... auf der anderen Seite die "Deutsch-Libanesin", der die Opferrolle schlecht zu Gesicht stand. Blanker Hass kam da aus allen Poren, ein herzloses, herrisches Weib mit dem Blick einer Kz-Aufseherin. Auf der Ebene der Profis dasselbe Bild. Friedensnobelpreisträger Peres gegen die dummdreiste rote Heide, da müssen auch eingefleischten Sozialdemokraten die Tränen gekommen sein... . [] Oder der mit schlichter Menschlichkeit und Integrität überzeugende Lapid gegen Schnäuzer-Kienzle, seit dem Tod seines witzigen partners Hauser nur noch eine halbe Portion im wahrsten Sinne dess Wortes. Würden sie von dem einen Gebrauchtwagen kaufen? na also.
    Und schliesslich Nazzal, ein plumper Lügner, der sich wie ein Aal windet und sich einfach nicht daran gewöhnen kann, selbst als "diplomatischer Vertreter" seines nicht existierenden Staates noch Widerspruch zu bekommen, das kennt er nicht aus der heimischen Nazidemokratie, und dann noch immer wieder festgenagelt zu werden von einem hervorragend argumentierenden Professor Lahnstein..." (gw im gleichen Strang)
  • Ich guck grad die Wiederholung. Es ist gelinde gesagt zum Kotzen. Mein Mitbewohner findet das Gelaber gut, macht sich über das Aussehen des Herrn von der dt.-israelischen Gesellschaft lustig und freut sich, daß endlich mal vernünftige Leute zu Wort kommen, die gegen den Krieg argumentieren. DAS, liebe Leute, ist die Realität in diesem Land. Palästinensische Lügner werden bejubelt, bei vernünftigen Leuten wird sich in Stürmermanier über das Aussehen lustig gemacht und als ultimative Lösung gilt das Gespräch und die Konferenz. Gut, das wir drüber geredet haben, jetzt könnt ihr uns auch weiter umbringen, oder was? Ekelhaft. (Hildi, ebenso)
  • Die rote Heidi und Hetzkopf Kienzle haben durch ihre Doppelzüngigkeit den Applaus des Publikums auf ihrer Seite gehabt, olle Mohammed Nazzal hat sich ins Fäustchen gelacht. Das war doch linke Rhetorik vom Feinsten, bei Anti-Nazi-Kundgebungen mit in der ersten Reihe und gegen jeden Glatzkopf mit Vehemenz vorgehen, großes Interesse an Israel und ein Pflichtbesuch in Yad Vashem, damit zeichnet man sich selbst unverdächtig des Antisemitismus aus. Gleichzeitig fördert man die neuen Nazis, mit Turban und Bärtchen, unterstützt finanziell Terrororganisationen, gewährt Terroristen Asyl oder wirft ihnen den deutschen Paß hinterher, erklärt überall, daß die wahren Aggressoren die Israelis seien und wird nicht müde, ständig die Israelis zur Verhältnismäßigkeit abzumahnen. Wie am Applaus abzulesen war, bekommt man damit die Sympathie des deutschen Michels noch obendrein. Das Verhalten der beiden Kienzle und W-Zeul und des Publikums hat mich an den Satz von Eli Wiesel(?) erinnert, die Deutschen werden den Juden Ausschwitz nie verzeihen. Mein großes Mitgefühl galt Herrn Lapid. Warum hat man es zugelassen, daß er sich diesen rotbraunen Dreck anhören mußte? An seiner Stelle hätte ich das Studio verlassen.Es müßten jetzt ähnlich wie bei der WM überall massenweise israelische Fahnen hängen. (mvh auf der Gegenstimme)

Wer früher noch nicht soldiarisch zu Israel stand: Heute ist es an der Zeit.

Mittwoch, Juli 12, 2006

Eskalation im Nahen Osten

Laut Berichten von Reuters haben islamische Terroristen der schiitischen Hezbollah zwei weitere israelische Soldaten gekidnappt.

Hizbollah guerrillas said they had captured two Israeli soldiers in cross-border attacks from Lebanon on Wednesday in which three Israelis were also reported killed, sharply raising Middle East tensions.Israeli ground forces crossed into Lebanon to search for the captured soldiers, Israeli Army Radio said. It said many troops and aircraft were taking part in searches across the border.


Die Spacken betteln ja quasi darum, dass Israel ihnen die Tracht Prügel ihres Lebens verpasst! Hoffen wir, dass die beiden Soldaten wieder unversehrt freikommen. Und falls nicht, hoffen wir wenigstens, dass Hezbollah's Personal gut ausgedünnt wird. Go Israel!

Dienstag, Juli 11, 2006

Japan gegen den Irren mit der Elvis-Locke

Es tritt also ein, was ich schon seit längerer Zeit befürchtet habe: Japan unternimmt erste Schritte in Richtung Remilitarisierung seiner Aussenpolitik. Alle anderen Nationen in Asien, denen jetzt die Muffe geht, können sich bei den USA bedanken.

Montag, Juli 10, 2006

Auf ins Herz der Dunkelheit

Nachdem die ersten 60 deutschen Soldaten heute in den Kongo abgeflogen sind, ist es endgültig zum Fakt geworden: Deutschland darf für Publicity und die EU 2.-Klasse Söldner spielen. Na, da freuen wir uns doch alle gewaltig drüber...

Und wie der oberste Hausherr der weltgrößten Versammlung von Diktatoren und korrupten Kleptokraten, der allseits geliebte Kofi Annan, seines Zeichens Generalsekretär der UN, schon vor dem Abflug des ersten Kontingents anmerkte, sei der Einsatz >>historisch<<.

Wie ich persönlich zu dem Schmierentheater des Kongoeinsatzes stehe, habe ich bereits früher schon einmal auf diesem Blog dargelegt. Inzwischen hat sich meine Meinung dazu eher noch verdüstert.

UN-Generalsekretär Annan warnte in Berlin, mit der Sicherung der Wahlen im Kongo dürfe es für die EU nicht getan sein. Sonst werde derselbe Fehler begangen wie in anderen Ländern, aus denen Truppen überstürzt abgezogen wurden.

Sofern mir bekannt ist, sind seit Jahren 16.000 UN-Blauhelme im Kongo im Einsatz, alle aus Ländern, deren Militär auch mal Kleinholz fabriziert, wenn es dem Erreichen des Zieles dient. Wenn anderthalb motorisierte Divisionen mit Luftunterstützung ein Land von der Größe Westeuropas nicht kontrolliert bekommen, stellt sich dann nicht die Frage, was 1.500 leichtbewaffnete europäische Operettensoldaten ohne Erfahrung im tropischen Kriegsgebiet ausrichten können?!?

UN-Generalsekretär Kofi Annan wünscht sich ein langfristiges Engagement der EU-Länder in der Demokratischen Republik Kongo. Er hoffe, dass es mit der Absicherung der ersten freien Wahlen nicht getan sein wird, sagte Annan am Montag in Berlin.

Da ist er zugegeben ja mal realistisch, uns alde Kofi. Mit den Wahlen wird es wohl wirklich nicht getan sein. Aber scheinbar fällt auch er auf das alte Mantra rein, dass man das Haus vom Dach aufbauen soll.
Nochmal zur Verdeutlichung: seit 1998 sind mehr als 2 Millionen Menschen im kongolesischen Bürgerkrieg umgekommen. Quasi an allen Ecken und Enden herrscht Guerillakrieg, Kannibalismus ist in einigen Provinzen wieder "in" - aber alles wird besser, wenn die armen Afrikaner erst mal im Busch ein Kreuzchen gemacht haben. Ha-ha. Sorry, aber da bleibt mir doch die fiese Lache im Hals stecken.

Denn nach den Wahlen müsse die Reform des Sicherheitswesens, der Polizeiausbildung und der Verbesserung der Regierungsführung angegangen werden. Dafür brauche das Land Unterstützung.

"Normalerweise" findet das alles vor solchen Wahlen statt. Die "Alles wird besser durch Wahlen"-Litanei hat schon in Afghanistan nicht funktioniert, und im höher entwickelten Irak ebenso wenig. Warum, pray tell, sollte sie jetzt auf einmal im "Herz der Dunkelheit" funktionieren?
Zuerst muss das gesamte Land unter Kontrolle gebracht werden. Dann müssen alle Milizen entwaffnet werden. Ein Militärgouvernement regiert in der Zwischenzeit und stellt nach Ende der Kampfhandlungen zuerst die Stabilität im Lande wieder her. Danach verurteilt man durch die Bank die Rädelsführer der Milizionäre ab und etabliert landesweit "The Rule of Law". Und dann, falls das alles Resultate zeigt, kann man halbwegs guten Gewissens über demokratische Wahlen und Selbstverwaltung nachdenken. Hat nämlich im Falle Deutschlands und Japans auch ganz gut funktioniert.

Der Einsatz der Bundeswehr im Kongo hat laut Annan historische Bedeutung. «Die Ankunft deutscher Soldaten auf kongolesischem Boden eröffnet ein neues Kapitel des deutschen Engagements in der Welt auf dem Gebiet des Friedens und der Sicherheit.» Deutschland und seine europäischen Verbündeten setzten ein «machtvolles Zeichen der Unterstützung für das zweitgrößte Land Afrikas».

Ich sags nochmal: 1.500 Operettensoldaten. Fünfzehnhundert! Wenn das schon ein >>machtvolles<<> Zeichen sein soll, dann will ich die kleineren erst garnicht sehen...
Davon einmal abgesehen wäre mir in deutsches Engagement in der Welt auf dem Gebiet des "Nationalen Interesses" zehnmal lieber als Annan's euphemistische Umschreibung für "den Scheiss der anderen wegräumen und so tun, als ob man die Kartoffeln aus dem Feuer holt". Aber "nationales Interesse", das ist für die deutsche Politik ja auch weiterhin ein Fremdwort. Da schickt man doch lieber seine Soldaten auf dilletantisch geplante Einsätze für Hinz und Kunz um den halben Globus...